Monte Vargas
(Projektbericht)

Die Idee für diese Bahn stammt aus dem Comic „Sabotage“ (1988) des Spaniers Daniel Torres.

Torres ist schon seit meiner Jugendzeit einer meiner Lieblings-Comicautoren. Damals entdeckte ich seinen bisher größten Erfolg: Rocco Vargas. Vargas ist ein ehemaliger Sternenpilot, der sich auf seine älteren Tage zurückzieht, um sein Dasein als Science-Fiction-Autor Armando Mistral zu fristen. Doch seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. So muss Rocco ein ums andere Mal die Welt retten, anstatt auf der Terasse seiner Bar Kaffee zu trinken und zu schreiben...

Das besondere an Torres' Comics ist sein sehr interessanter Zeichenstil: Irgendwo zwischen „Flash Gordon“, der Architektur Frank Lloyd Wrights, der „Ligne Claire“ von Tim & Struppi und den Hollywood-Filmen der 50er und 60er finden sich die Werke des Spaniers ein (vor kurzem sah ich mal wieder „Der unsichtbare Dritte“ von Alfred Hitchcock 1958 und dachte, dieser Film könnte glatt eine der Hauptinspirationen von Daniel Torres gewesen sein).

1988 veröffentlichte Torres den Band „Sabotage“. Die Geschichte erzählt von dem Automobil-Ingenieur Gonzalves, der auf seinem Werkstatt-Gelände in der Bretagne einen neuen Rennwagen konstruiert und testet. Der ehrgeizige und jähzornige Ingenieur vermutet hinter jedem einen Spion, der ihm seinen neuen Motor stehlen will. Er rechnet nicht damit, dass er ausgerechnet von einem ihm sehr nahe stehenden Menschen manipuliert wird...

Das Szenario des Bandes faszinierte mich wieder sehr. Vor allem Gonzalves' Haus und seine Werkstatt haben es mir angetan. Irgendwann reifte in mir dann die Idee, dass es doch toll wäre, diese Anlage für eine feste Bahn nachzubauen. Also nicht nur die Autos zu bauen, sondern auch die Gebäude - ebenfalls ein alter Traum von mir: Architektur-Modelle bauen (alter Lego-Tick wahrscheinlich).

Idealerweise hat Torres in „Sabotage“ einige Zeichnungen / Skizzen des Geländes veröffentlicht, so dass es nicht allzu schwer fallen sollte, die entsprechende Bahn zu konzipieren.

Der Streckenverlauf ist im Original nicht sehr spektakulär. Mit Hilfe der Software „raily“ habe ich die Strecke ein wenig umgestaltet (siehe Streckenplan unten).

Wie man sehen kann, habe ich an der rechten Seite zwei Weichen eingeplant, mit denen ich die Bahn an ein weiteres Modul anschließen könnte - jaja, der alte Modul-Bahn-Gedanke... es wird daher eine Faller-Bahn werden.

Außerdem habe ich die Steilküste in die Bahn integriert, indem ich eine Serpentine geplant habe, auf der ein spektakuläres Rennen stattfinden könnte - ganz so wie beispielseweise in Hitchcocks „Über den Dächern von Nizza“, als Grace Kelly und Cary Grant mit sabotierten Bremsleitungen fast ins Meer stürzen.

 




Daniel Torres (mit Rocco Vargas)

 
   

Foto: Wikipedia Commons

Foto: Wikipedia Commons

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